Donnerstag, 23. August 2012

FW: Wochenbericht


-----Original Message-----
Date: Thu, 23 Aug 2012 14:52:33 +0200
Subject: Wochenbericht

Liebe Freunde.
Nun hat sich der Wochenbericht eher zu einem Dreimonatsbericht ausgeweitet.
Danke für Eure Geduld.
Die letzten zwei Wochen war ich zu Besuch in Wierstorf bei meinen Eltern. Sie sind beide über 80 Jahre alt und leben alleine auf unserem Hof. Meine Mutter ist seit Jahren an Parkinson erkrankt und es geht ihr nicht gut. Da ist der Abschied dann immer nicht einfach.
Wie gut, daß diese Leben nicht alles ist und daß wir Hoffnung auf ein danach haben können.
Seit Freitag Abend bin ich nun wohlbehalten wieder in Butiru, obwohl mir beim Umsteigen auf dem großen Taxipark in Kampala ein kleines Unglück passiert ist. Mein Reisepass, Führerschein etc. wurden gestohlen. Aber das läßt sich alles beheben, die Deutsche Botschaft in Kampala hilft.
Deutschland und zurück ist immer eine weite Reise, nicht nur äußerlich. Die  Lebens- und Denkweisen hier und dort sind so unterschiedlich. Ich brauche dort und dann auch  wieder hier immer eine Zeit, mich einzufinden und mich selber wiederzufinden.
Was für gespaltene Wesen wir doch sein können. Da gibt es in mir ugandische und deutsche Seiten, die die jeweils andere Kultur nicht verstehen würde. Das fängt schon bei der Kleidung an: Mama Elisabeth in Butiru in Hosen..., unvorstellbar!
Wie groß ist Gott. All diese unterschiedlichen Denk- und Lebensweisen accomodated er, und findet uns in all dem äußeren Gehäuse.
Im Juli hatten wir viel Besuch: Zweimal Konni (Konstanze und Cornelia) . Eva und das Ehepaar Melanie und Wolfgang. Konstanze bleibt noch bis Anfang September. In unterschiedlichen Bereichen wie Witwen- und Waisenarbeit sind diese Besucher ein großer Segen. Des weiteren sind wir nun auch, Dank Wolfgang, im Büro "verinternetzt". Fragen zu Euren Waisen z.B. (bitte wenn möglich auf English) könnt Ihr nun direkt an
                                                                                 
stellen und bekommt eine schnelle Antwort.
Es ist Regenzeit, draußen kommt gerade ein Wolkenbruch herunter. Alles grünt und blüht. Die erste Bohnenernte, sowie ein Großteil der Maisernte sind sicher unter Dach und Fach.
Mehr dazu nächste Woche.
Viele herzliche Grüße von Elisabeth

Freitag, 10. August 2012

Alle im Urlaub?

....ich habe zwar allen Butirureisenden einen Brief geschrieben, kaum Respons, so sind wohl alle im Urlaub. Morgen, Samstag 11.8. 15:00 Uhr Treffpunkt Haeg 2 in Wierstorf bei Elisabeth. Sie ist nämlich wegen wichtiger Angelegenheiten zu Hause. Also, falls dies jemand liest, der mit nach Butiru kommt und es einrichten kann....kommt bitte. Dies ist nun wirklich kurzfristig, ich weiss. Wäre schön, wenn es klappen könnte.
Liebe Grüsse  Manfred

PS: Also drei Leute konnten es einrichten, mit Christel und mir waren wir fünf.
Weiteres kommt dann später.  :-)
14.8.12

Donnerstag, 26. Juli 2012

Eva ist zurück in Deutschland


Liebe Butirufreunde, 
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es waren heimatliche Gefühle, als ich vor vier Wochen zum dritten Mal durch das große blaue Eingangstor Elisabeth´s „kleines“ Imperium betrat. Ich war erstaunt, was sich in einem Jahr so alles tun kann. Dank großer und kleiner Spenden hat das Projekt innerhalb von nur wenigen Monaten neue Gesichtszüge erhalten. Viele neue Gebäude, Fahrzeuge und vor allem Gesichter strahlten einem entgegen. Aus beruflichen Gründen konnte ich dieses Mal leider nur drei Wochen bleiben, die aber auch ihren intensiven Eindruck hinterlassen haben. Zu sehen, wie bemerkenswert sich viele Waisen und meine ehemaligen Schüler, mit denen ich während meiner Zeit 2010/11 intensiven Kontakt hatte, entwickelt hatten und weiterhin Teil dieses großartigen Projektes sind, war wunderbar. Aber auch die Mwaka-Kids haben große Sprünge gemacht. So hat Joel bereits die stattliche Größe seiner Mama erreicht, während ich zu „Klein“-Hanna ebenfalls aufschauen muss!


Dank verschiedener Spenden aus Vorträgen,
die ich im Landkreis Harburg gehalten habe,
konnte ich in der kurzen Zeit einige kleine
Projekte verwirklichen. So haben Mary
(das Herz des Waisenbüros) und ich u.a. auf
echter ugandische Verhandlungsbasis einen
erstklassigen Rollstuhl mit Fahrradlenkung
für den gelähmten Juma aus dem Hope House
anfertigen lassen. Juma ist bereits 18 Jahre und
war bis vor kurzem vollständig abhängig von
seinem jüngeren Bruder (hinten links im Bild),
der ihn entweder tragen oder in einem alten,
kaputten Rollstuhl fortbewegen musste. Nun
kann er eigenständig vom Hope House in die
Schule radeln. J


Ein weiteres Highlight war die Introduction (Brautpreis-Zeremonie) einer Freundin in Butiru. Junic und Moses (Moses ist für die Kühe und die Scheune zuständig) haben den Termin dieses tollen Events extra während meines Besuches gelegt. So haben sich alle Bazungu (waren zu der Zeit ja ganze Vier an der Zahl, Melanie mit Ehemann Wolfgang und Konni) in traditionelle Gewänder gehüllt. Leider kam mir an dem Tag unglücklicherweise ein paar einheimischen Bakterien dazwischen, aber auch das gehört eben zu dem täglichen Leben Afrikas…
Aber genau dieses alltägliche Leben bereitet einem die meiste Freude in Uganda, Butiru. Das enge Verhältnis zu den Bewohnern lässt einen oft darüber nachdenken, wie kompliziert wir Deutschen doch manchmal sind. Ich habe nahtlos wieder in den Projektinternen Gospelchor (Mass-Choir) eintreten können, bei dem ich damals schon so einigen Gottesdienst mit auffrischen durfte. Die Stimmung und Lockerheit zwischen den Menschen ist einfach ansteckend. Einer meiner ehemaligen Schüler und Waisenkind des Projekts, Godwin Mabonga ist für die rhythmische Unterhaltung der Kirche zuständig und zusammen mit Erasmus das musikalische Element des Projektes. So wurde ich am ersten Tag auch gleich wieder mit den gemeinsam einstudierten „Flohwalzer“ in der Kirche empfangen J Zusammen mit seinem Ziehvater Erasmus hat Godwin ein kleines Tonstudio an Elisabeths Management Block anbauen können, in dem er für einen kleinen Obolus mit den Schülern Songs aufnimmt, die sich in Zukunft auf dem ugandischen Musikmarkt etablieren sollen. Es
ist großartig zu sehen, mit welch Hingabe und Talent sich die jungen Menschen der Musik widmen. So durfte auch ich meinen ersten ’offiziellen’ Song im „Zion Studio“ aufnehmen, welcher nicht im Ansatz mit der rhythmischen Euphorie der Afrikaner konkurrieren kann J

Eine Vielzahl der Waisen wurde Anfang des Schuljahres in die Berge nach Bushiyi versetzt, um die dortige von Elisabeth errichtete Schule und das


Internatsprogramm finanziell zu
unterstützen. Es mag ebenfalls einige eurer Patenkinder betreffen, so auchmeinen Abel, der dort nun während der  Schulzeit ein neues Zuhause gefunden hat. Ich kenne die Schule sehr gut und habe gesehen, dass auch durch den Transfer mehrerer Lehrer und Sozialarbeiter aus Butiru nach Bushiyi die Stimmung ähnlich heimisch ist wie im Projekt im Tal. Den Kindern geht es sehr gut und die Schule wächst.


Nach einer langen (fast zu langen) Regenphase schien dann aber doch Anfang Juli wieder pünktlich die Sonne und macht nun die ersehnte Bohnenernte möglich. Das bedeutet auch gerne mal den ganzen Tag rote von dunkelroten Bohnen zu trennen J Aber im Projekt muss man nicht lange auf helfende Hände warten…

 
Dank Wolfgangs und Melanies Engagement ist Elisabeths Office nun „on the line“ (mit kleinen Unterbrechungen hin und wieder), was viel Arbeit und Zeit spart. Nun wird nur noch  auf den seit Jahren versprochenen Strom gewartet. Mein Aufenthalt war kurz aber knackig und ich möchte mich noch mal ganz offiziell bei allen Menschen bedanken, die sich für dieses Projekt einsetzen und die wundervollen Menschen dort unterstützen. Das Projekt hat einen einmaligen Wert und es verdient, mit Respekt und Liebe behandelt zu werden.


Liebe Grüße und vielleicht auf bald wieder :-)


Eva

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Mittwoch, 25. Juli 2012

Sommerloch?


Herzlich grüsse ich alle Butirufreunde!
Überall ist Urlaub angesagt, niemand will aus der Hängematte und was tun. Da bleibt mir nur zu sagen, dass ich auf den nächsten Tagebuchbeitrag von Elisabeth warte, den ich dann sofort weiterreichen werde.
Ansonsten haben wir die Jahreshauptversammlung endlich abgeschlossen mit der Entlastung  der Kasse und des Vorstandes. Wegen Terminproblemen hat sich das in diesem Jahr hingezogen. Wir haben einen guten Abschluss belegen können und sind jedem einzelnen
von Euch treuen Spendern von Herzen dankbar. Sehr danken wir auch für so manche grosse extra Spende, die wir jeweils einsetzen konnten, wo es uns besonders auf dem Herzen liegt.
Nun geht die Vorbereitung für unsere Gruppenreise nach Butiru in die letzte Phase, wir freuen uns schon sehr und sind gespannt. Leider können weitere Anmeldungen nicht mehr stattfinden.

Bis bald mit herzlichem Gruss  Manfred Wardin

Montag, 16. Juli 2012

Ein besonderes Danke


Hallo nochmal von Elisabeth

Gestern (2.Juli) haben wir nun Melanie und Ehemann mit dem neuen Auto (siehe Seite "Pickup") aus Entebbe abgeholt und alles hat gut geklappt. Sie sind heute morgen nun gleich mit Erasmus und Godfrey Waswa auf Suche nach dem besten Internetanbieter fuer Butiru gegangen. Ob das klappt?
Guten Telefonempfang z.B gibt es zur Zeit nur auf unseren Kirchenstufen.

Welcome back von Amerika, Manfred.
Und liebe Gruesse an Euch beide.
Wie immer in Eile aus dem Mbale Internet (es waere schon ein Segen es auch in Butiru zu haben),
Eure Elisabeth

(Hier noch ein Danke von Elisabeth für eine Extraspende. Aus persönlichen Gründen von mir leicht eingekürzt)






Samstag, 7. Juli 2012

Zurück aus USA



Liebe Freunde!
Mit unseren Wochenberichten kann es nur besser werden. Nun, nach meinem USA Besuch mit Familie machen wir einen neuen Anlauf. Melany und Eva sind zur Zeit in Butiru, mal sehen, was es da zu berichten gibt.
Hier ein kurzer Gruss von Elisabeth.
Mit Grüssen Manfred
PS Kleiner Hinweis: Am rechten Rand könnt Ihr die regelmässigen Rundbriefe einsehen.
Lieber Manfred.
Demnaechst muss ich mir mal wieder mehr Muehe mit den Wochenberichten fuer unseren Blog geben. Heute nur eben dieses Hochzeitsphoto, falls Du meinst es eignet sich.
Liebe Gruesse von Elisabeth




Freitag, 15. Juni 2012

Sudanvisionen

Liebe Butiruler!                                                                                   16.6.12

Hier ein paar Gedanken zu unseren neuen Visionen. Näheres ist auch am Seitenstreifen unter Sudan zu lesen. Aufkommende Fragen Eurerseits bitte an die Mail oben senden. Der genannte Rundbrief wird dort demnächst auch zu lesen sein. (Bin grad in Alabama, USA)

 

An Elisabeth!

Dein Rundbrief hat uns erreicht und der 2. hat mich ein wenig geängstigt. Aber was kann man gegen so geballte Führungen sagen? Was an mir liegt, soll geschehen auch wenn beim Händefalten die Knöchel weiß werden. :-) Unsere Monika hier war sowas von begeistert, in ihr werdet Ihr (wir) eine intensive Beterin haben.

Gut für heute, Gott mit Euch Manfred

 

Lieber Manfred.

Mach Dir keine Sorgen wegen der Sudan Geschichte. Wenn es wirklich Gott war, der moechte, dass Missionare in den islamischen Norden Afrikas gehen, dann ist es auch an Ihm, Tueren dafuer aufzumachen. Wenn wir uns verhoert haben (wenn ich mir das Alles so vom menschlichen/ geldlichen Standpunkt ansehe, denke ich das manchmal auch), dann arbeiten die 43 jungen Maenner eben hier in Uganda. Ihre Schreiner- und Maurerausbildung ist ja auf keine Fall verschwendet. Also, Du bist nicht der einzige Zweifler.

Gott hat auch nicht mit einer Donnerstimme vom Himmel geredet. Es ist einfach so, dass die Gedanken daran ueber Jahre immer und immer wiederkommen. Und einen Versuch ist es wert, findest Du nicht?

Ich habe den Brief auch an unseren Freund Johannes Weiss aus Zittau geschickt, der ist Pastor der dortigen Elim Gemeinde und gleichzeitig im Vorstand aller Pfingstgemeinden in Deutschland und hat uns hier auch schon besucht.

Aber haenge auch nicht alle Hoffnung an ihn, sondern wirklich an Gott. Lets wait and see.

Ich wuensche Euch beiden eine schoene Zeit in Amerika.

Viele Gruesse, auch an Christel,

von Eurer Elisabeth